Wenn sich das gewohnte Leben plötzlich ändert. (in eigener Sache)

Das wird nur ein kleiner Zwischenbeitrag. Für mich, um mich zu sammeln und für andere, damit sie mich verstehen. Krankengeschichten sind nicht so mein Ding. Manchmal ändert sich aber das gewohnte Leben stark und man will damit klar kommen oder aber auch eben nicht. Dann würde man aufgeben und hat verloren.

Dass ich diese Erkrankung habe, weiß ich schon sehr lange. Damals, vor vielen Jahren, hat man mir in der Uniklinik gesagt, dass ich Glück hatte. Bitte was? Glück? Ja, denn im Wartezimmer saßen junge Menschen, noch keine 20 Jahre alt, im Rollstuhl. Für die hatte sich das gewohnte Leben eher geändert. Die Krankheit hatte schnell und heftig zugeschlagen.

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Mein Drachenbaum wird zur Wünschelrute und treibt neu aus.

Meinen Drachenbaum hatte ich etwas vernachlässigt. Krumm und schief stand er in der Ecke. Also habe ich ihn einfach abgeschnitten. Jetzt wirkte er allerdings eher wie eine Wünschelrute.

Es war ein bisschen still hier. Es gab so viele Veränderungen bei mir gerade, dass ich damit gut beschäftigt war. Vielleicht schreibe ich irgendann mal darüber, aber eigentlich ist es nicht so interessant. Wer will denn dauernd Krankenberichte lesen? Deshalb schreibe ich auch heute lieber mal über meinen Drachenbaum.
Umziehen werde ich allerdings. Das steht jetzt schon fest.

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Ein kleiner Frühling ist bei mir eingezogen und damit Fröhlichkeit.

Wenn der Prophet nicht zum Berg geht, … Naja, ein kleiner Frühling ist bei mir eingezogen. Darüber freue ich mich sehr, genauso wie über liebe Post von Freunden.

Seit Tagen wollte ich mit der Kamera los ziehen und mal schauen, ob der Frühling schon Zeichen sendet. Es war mir nicht möglich. Um so mehr freue ich mich, dass ein kleiner Frühling bei mir eingezogen ist. So kann ich merken, dass es draußen Veränderungen gibt. Richtiger Winter fehlt, aber schön anzusehen sind die Frühlingsboten schon.

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Vom Spinnen, Stricken und Steckrüben-Suppe.

Ich reduziere ja gerade tierische Nahrungsmittel, nicht generell und konsequent, aber so weit wie möglich. Rheumatikern wird das empfohlen und einer „Tierindustrie“ wirkt es entgegen. Ich habe dieser Tage eine leckere Steckrüben-Suppe gekocht. In Altenburg hat deshalb bestimmt die Erde gebebt.

Meine Mutter hat mir viel aus ihrem Leben erzählt. Geboren 1016 in einer typischen Arbeiterfamilie, die auch in den Jahren der Kriege und der Weltwirtschaftskrise Armut und Hunger erlebt hat. Das hat sie geprägt und somit auch ihr Essverhalten. Mit bestimmten Gerichten wollte sie nie wieder etwas zu tun haben. Sie wurden bei uns nicht gekocht oder gegessen. Dazu gehörte auch Steckrüben-Suppe.

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Was isst man anderswo? Eine kulinarische Reise in die Ferne.

Meine Essgewohnheiten änders sich gerade. Nicht neu aber ist die ist Neugierde, wie und was isst man anderswo in der Welt.

Was isst man anderswo? Das hat mich schon immer umgetrieben. Ich war immer sehr froh, wenn ich auf früheren Reisen das essen durfte, was traditionell in der Gegend gegessen wird. Oder anders herum: Es ärgert mich immer noch, als ich in einem Hotel in Rumänien nach „traditionell deutscher Küche“ bekocht wurde. Es gab Hähnchenflügel, gekocht. Oh je!

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Vom Gefühl, immer von allem zu wenig geben zu können.

Manche Menschen sind es mir Wert, dass ich ihnen etwas geben möchte. Ich möchte ihnen Freude geben und Achtung zeigen, Danke sagen oder einfach nur etwas für sie tun. Für mich tun sie ja oft auch jede Menge Gutes.

Das Wetter ist nicht gerade toll. Schneeregen und ordentlicher Wind wechseln sich ab mit sonnigen Abschnitten. Ich bin froh, dass ich nicht raus muss. Mir wurde sehr geholfen, dass ich mit allem versorgt bin, was ich brauche. Ich bin sehr dankbar für die Hilfe, möchte aber manchmal ganz viel zurück geben. Und oft denke ich, dass ich dafür nicht genug habe.

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Gute Laune hochzwirbeln. Wie einst mein Opa seinen Bart.

Mein Opa war sehr eitel und zwirbelte die Enden seines Bartes immer fein nach oben. Eigentlich könnte ich meine Laune auch mal etwas trimmen und zwirbeln. Oder?

Warum ich jetzt immer an meinen Opa denken muss, weiß ich nicht genau. Vielleicht weil mir das Drama in Thüringen nicht mehr aus dem Kopf geht und weil ich Parallelen sehe zu der Zeit, als mein Opa noch lebte und aktiv war, und weil mir meine gute Laune abhanden zu kommen drohte. Ob mein Opa 1932 allerdings noch seinen gezwirbelten Bart hatte, entzieht sich meiner Kenntnis, denn meine Oma hatte es irgendwann satt und verbrannte die Bartbinde.

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Es war kein guter Tag gestern. Da half auch Stricken nicht.

An solchen Tagen, an denen mir fast der Hut brennt, versuche ich mich immer mit Wollkram, Spinnen oder Stricken abzulenken. So Recht klappte es diesmal nicht. So viel konnte ich einfach nicht stricken. Nein, es war kein guter Tag.

Gestern war ich fassungslos, was es doch für machtgeile, kleine A****löcher gibt, den kein Mittel und keine Unterstützung von noch so rechten Socken zu Schade ist. Mir als geborener Thüringerin ging es sehr nahe, was da bei der Wahl des Ministerpräsidenten passierte. Oh nein, für mich war das kein guter Tag.
Eigentlich dürfte das niemanden kalt lassen, denn so etwas hatten wir schon mal in diesem Land. Erzählungen meiner Eltern drängte sich auf, die Weimarer Repuplik, von Papen … und alle Folgen.

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Überwurf, Mütze, Schal oder spinnen, färben, stricken.

Spinnen – färben – stricken. Ganz fertig ist es noch, aber ich zeige es schon mal, weil ich mich so sehr freue. Wenn ich mich mit meiner Wolle beschäftigen kann, dann vergesse ich, dass ich Schmerzen habe, dass ich keinen Lipsi tanzen kann, dass ich all meinen Mut brauche.

Die Woche war etwas anstrengend, auch im Zusammenhang mit der Wahl des Oberbürgermeisters. Ich mag nicht darüber schreiben. Überlegt habe ich, ob ich einen geschützten Beitrag schreibe, aber nein, dazu habe ich keine Lust. Noch ist ja auch alles nicht durchgestanden.
Wenn ich aber dann mit meiner Wolle beschäftigt bin, spinnen- färben – stricken kann (bei mir ist das fast eine Einheit), dann geht es mir gut und dann kommen ungeahnte Kräfte wieder.

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Die Neugier auf neues Leben kann so verdammt spannend sein.

Ich bin so froh, dass ich neugierig bin. Neues zu probieren, Neues zu wissen und zu lernen hilft mir ganz oft über so manche Situation hinweg, wenn ich so richtig angefressen bin. Und „angefressen“ bin ich.

Irgendwann hatte ich mal aufgeschnappt, dass man ein abgebrochenes Blatt eines Affenbrotbaumes einfach in die Erde stecken muss und es wächst ein neues Bäumchen. Mir war ein Blatt vom Affenbrotbaum abgebrochen. Zuerst habe ich mich geärgert. Das Blatt steckte ich dann in die Erde der Mutterpflanze. Dass daraus neues Leben entstehen kann, wollte ich nicht so recht glauben.

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