Alles für die Katz

Alles für die Katz – so heißt im Moment unser Motto.
Eine Woche nach dem ersten Verdacht des Tierarztes musste Penny heute wieder vorgestellt werden. Alles fing damit an, dass sie unangenehm aus dem Katzenmäulchen roch. Das ist inzwischen wieder vorbei.
Schmerzen hatte sie keine, sie bekam Antibiotika und nach einer Woche sollte klar sein, ob es ein Abszess ist oder aber ein Karzinom.

Herr E. hat die Transportbox mit unsrer Katz ans Fußende vom Fridolin gepackt und ist zum Tierarzt gegurkt. Ich hätte das nicht geschafft, weil ich so nicht hätte fahren können. Kalt war es geworden und Penny bekam auch noch eine Decke über die Box.

Die Befürchtung wurde zur Gewissheit. Meine Katze leidet an einem Tumor. „Die sieht aber nicht so aus, als ob sie sterben möchte.“, meinte die Tierärztin. Schmerzen hat sie keine und wie immer einen guten Appetit. Ich will ja nichts sagen, aber unsere Katze ist arg verfressen.

Nachdem die Wunde gereinigt war, die Spritze drin und die Medikamente mitgegeben, brachte Fridolin Herrn E. und die Penny wieder nach Hause.
Nächste Woche wird nochmal kontrolliert und dann hoffen wir, dass Penny noch einen feinen Sommer erleben kann. Wenn es schlimm wird, wissen alle, was zu tun ist.

Auch mein Schultertuch aus Gotlandwolle st schon lange für die Katz.
Auch mein Schultertuch ist schon lange für die Katz.

Tja, und nun ist alles für die Katz und vieles dreht sich jetzt um sie. Penny muss nur mal miepsen und schon sind ihr alle zu Diensten. Fünfzehn Jahre wohnt sie nun bei uns. Sie gehört zur eben Familie.

Weihnachtsgrüße. Vor mir liegt ein Zettel mit Telefon-Nummern.

In diesem Jahr ist vieles anders, auch die Weihnachtsgrüße. Vor mir liegt ein Zettel mit Namen und Telefonnummern. Ich möchte so Zeit und Wertschätzung verschenken.

Weihnachtsgrüße habe ich schon immer geschätzt. Am Ende des Jahres ist eine Zeit, wo die einen in der Familie feiern und andere ihr Alleinsein doppelt spüren. Von einigen weiß ich das und deshalb liegt vor mir eine Liste, die ich morgen brauchen werde.
Ich hätte gerne jedem geschrieben oder ein Päckchen geschickt, aber das schaffe ich finanziell nicht. Und so bleiben Mail und Telefonate. Vielleicht ist das aber auch schon etwas, um anderen Wertschätzung und Zeit zu schenken.

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