Was macht denn ein Wollschläger? Und warum schlägt er Wolle? Was hat sie ihm getan? Gleich zu Beginn: Er schlägt die Wolle wirklich. Dazu gleich mehr. Bei uns ist der Beruf ausgestorben. In osteuropäischen oder südamerikanischen Ländern gibt es ihn noch und auch bei uns, allerdings nur als Nachname.
Irgendwie macht es mein Gast-Kater richtig bei dem Wetter. Er glaubt allerdings, dass er weg ist, wie ganz weg. Kalt und nass ist das draußen. Nun ist das ja alles normal für den April, wenn es nur nicht so warm vorher gewesen wäre. So klatschte mein Rheuma erstmal wieder in die Hände. Um so besser, dass es in meiner Alchimistenküche köchelte.
Ein neues Jahr beginnt und die ersten frischen Kräuter ziehen bei mir ein.
Eigentlich wollte ich auch Löwenzahngelee machen, aber ich kann mich nicht ca. 400 Mal nach Löwenzahnblüten bücken. So viele brauche ich. Aufgegeben habe ich noch nicht ganz. Ich hoffe darauf, dass es noch Blüten gibt, wenn es wieder wärmer wird. Der Frühling fängt ja erst an.
Sie gilt als Grand Dame des Jazz hier im Osten – Uschi Brüning. Als Studentin erlebte ich sie in einem Konzert in der Moritzbastei in Leipzig. Ihre Art gefiel mir, wie sie sang und wie sie mit den begleitenden Musikern zusammen wirkte. Wie ein Flirt war das! Der Song „Hochzeitsnacht“ zum Beispiel hatte Kultcharakter. Uschi Brüning begleitete mich mit ihren Liedern, bis, ja bis zur Wendezeit. Unser beider Leben änderte sich schlagartig.
Nein, darüber schreibe ich hier nichts. Das ist mir schon einmal gar nicht gut bekommen. Seit dem habe ich mit mehr oder minder gutem Erfolg versucht zu verdrängen.
Yippie! Meine Katzenstulpen sind fertig. Die Wolle vom Schaf habe ich gewaschen, gekämmt, gesponnen, verstrickt und dann habe ich die Katzen aufgestickt. Diesmal hat es lange gedauert, weil das Rheuma meine Hände am Wickel hatte. Das tat weh und alle Arbeiten dauerten länger als sonst. Aber egal; ich habe es geschafft!
Sonne und Mond haben mich schon immer begeistert. Els Kind habe ich mich in meinem Bette so gelegt, dass mir der Mond ins Gesicht schien. Meine Mutter hatte den Verdacht, dass ich schlafwandele und deshalb so verqueer im Bett lag. In der Abiturzeit hatte ich noch Astronomie als eigenständiges Fach. Ich fand das Klasse und es hat mich fasziniert. Meine Noten waren dementsprechend. (Kurze Zeit später wurde das in den Physikunterricht integriert.) Und gestern sah ich mir die Sonnenfinsternis an, im Livestream der NASA. Und dabei schwatzte ich nebenher mit meiner Tochter in den USA, die natürlich auch draußen in Los Angeles etwas sehen wollte von „the solar eclipse“.
Zum ersten Mal in diesem Jahr war ich an einem Lieblingsort, dem Garten. Und weil ich schon mal da war, musste ich auch ein bisschen Gartenarbeit machen, allerdings im Sitzen mit der Hacke mit kürzerem Stiel. Ja, ich habe immer schmerzen, aber eine Entscheidung, mich einerseits trotzdem zu bewegen oder andererseits einfach sitzen zu bleiben, muss ich treffen. Ich habe mich entschieden. Es gibt Hocker-Gymnastik und Sitz-Joga. Bei mir gibt es halt noch Sitz-Grubbern.
Es wird nur ein kleiner Gruß. Die Tage jetzt stehen für mich als Neuanfang, Beginn, Wachstum, Erwachen der Natur. Allen wünsche ich friedliche Tage und Stunden mit der Familie, mit Freunden und überhaupt vielen schönen Momenten.
meine mit der Nadel gefilzten Küken habe ich wieder ausgepackt
Die Ruhe der Tage bekommt mir gut. Ich muss Antibiotika essen, hatte einen kleinen Eingriff am Kiefer. Es war nix Schlimmes, aber unangenehm war es dennoch. Das Gute daran war, dass ich meine erste Katze fertig habe, zumindest fast. Sie bekommt noch ein bisschen Gras und Gänseblümchen und dann einen Kumpel auf der anderen Stulpe.
Lasst es euch allen gut gehen und denen, den es gerade nicht gut geht, denen wünsche ich von Herzen, dass alles besser wird.
Eine Sonnenpause haben wir genutzt und sind unterwegs gewesen in Leipzig-Grünau. Noch sind die Bäume kahl, aber die Büsche bekommen Blätter und sie blühen auch schon richtig schön. Es wird Frühling und ich habe den kleinen Ausflug sehr genossen. Wenn man sich wohl fühlt, verziehen sich so einige dunkle Wolken von ganz alleine.
Kalt und ungemütlich ist es geworden. Regen- und Graupelschauer wechseln sich ab, es ist arg windig und der Himmel sieht aus wie Weltuntergang. Vor Kurzem sah das noch ganz anders aus und ich setzte mich auf den Balkon und genoss die Wärme der Sonne. Plötzlich war die Ruhe dahin. Die Krähen machten einen ohrenbeteubenden Rabatz, eine Elster schrie herzzerreißend und über der Straße segelten zwei Falken.
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