Von 62 Lämmern, Raffzähnen und Eisblumen in der Nacht.

Der Ostersonntag ist also nun auch vorbei. Es ist schon komisch, dass es so ruhig bei mir war. So still war es noch nie bei mir zu Ostern.

Wie ich auf Eisblumen komme? Ach das sage ich gleich noch.
Alles in allem war es heute ein guter Tag. Das Wetter war prima und ich konnte im Hemdchen draußen auf dem Balkon sitzen und mir Sonne gönnen. Nachrichten habe ich versucht auszublenden. Das ging nicht so ganz. Es gab gute Nachrichten und welche, die mich auf die Palme brachten. Und an der Stelle kämen jetzt die Eisblumen ins Spiel, aber ich erzähle mal der Reihe nach.

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Geburtstagsblumen. Vielen Dank, dass ihr da wart.

Ein schöner Tag geht zu Ende. Eine große Feier blieb heute aus, aber still war es an meinem Geburtstag nicht.

Feiern geht gerade gar nicht in Corona-Zeiten. Auch bin ich gerade etwas sehr vorsichtig, denn ich möchte diese schlimmen Zeiten überstehen. Noch nie habe ich so stark empfunden, wie schön Leben ist. Sogar wenn es gerade einige Einschränkungen gibt. Still war es an diesem Tag bei mir nicht. Ich bekam Post, Päckchen, und viele, viele Anrufe. Gerade das Wissen, dass man nicht vergessen wird, auch in schwierigen Zeiten nicht, gibt einem viel Kraft und Zuversicht.
Und so wurde es ein ganz besonderer, ein schöner Geburtstag.

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Angst und Hoffnung liegen schon eng bei einander.

Jetzt wird es aber mal wieder Zeit zu blocken. Angst und Hoffnung liegen zwar sehr bei einander in dieser Corona-Zeit, aber Hoffnung und Freude überwiegen. Auch, weil es Freunde gibt und trotz großer Entfernung sind alle etwas mehr zusammengerückt. Das ist mein Eindruck und genau das gibt Kraft.

Nein, ich bin nicht jemand, der vor Kraft zu strotzen scheint. Ich tue auch nicht so. Angst und Hoffnung liegen in der Abwehr einer unsichtbaren Gefahr schon eng beieinander. Und trotzdem:

  • Ich hüpfe jeden Abend auf mein starres Fahrrad und fahre im Wohnzimmer die Tour de France. Das pustet die Lungen auf und durch.
  • Meine Projekte mache ich weiter (Wolliges und anderes) und versinke manchmal so darin, dass ich die Zeit vergesse.
  • Zeit und Ruhe zum Lesen habe ich und nehme sie mir auch, weil das „Daddel-Ding“ öfter ausbleibt. (Information früh und abends: ja, jede Schreckensmeldung: nein)

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Von Drinnen und Draußen, aber immerhin zu Hause.

Ich zerre nicht an den Seilen, ich bleibe drinnen. Wie lange noch, weiß ich nicht. Aber Geduld habe ich gelernt in den letzten Jahren. Nein, in Traurigkeit ergeben werde ich mich ganz bestimmt nicht. Dazu gibt es auch keinen Grund.

Also, ich habe zu tun. Und wie!
Es gibt schon Tage, an denen es nicht so richtig vorwärts geht, wo mich die Nachdenklichkeit packt. Nein, betonte Fröhlichkeit kann ich nicht leben. Einsicht in Notwendigkeiten bewirken aber dann doch ein Akzeptieren und ein Planen von möglichen Aktivitäten. Und in Gedanken bin ich dann drinnen und draußen.

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Zurückhaltung für die eigene Gesundheit und die der anderen.

Zurückhaltung bin ich ja ein bisschen schon gewöhnt, aber diesmal betreibe ich das etwas konsequenter. Panik wegen des Virus schiebe ich nicht, nur ist etwas überlegteres Handeln bestimmt nicht verkehrt.

Nein, aufgeregt bin ich nicht. Ich hänge auch nicht ständig im Netz und suche nach irgendwelchen Veröffentlichungen über das Corona-Virus. Schlendrian zieht aber auch nicht ein, denn – sowenig wie mir das passt – ich gehöre zu einer stark gefährdeten Gruppe und die Lage ist zu ernst für Witze. Etwas Zurückhaltung ist angesagt. Meine Quellen sind das Robert Koch Institut, die Deutsche Rheumaliga und natürlich mein Rheumatologe.

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Wenn sich das gewohnte Leben plötzlich ändert. (in eigener Sache)

Das wird nur ein kleiner Zwischenbeitrag. Für mich, um mich zu sammeln und für andere, damit sie mich verstehen. Krankengeschichten sind nicht so mein Ding. Manchmal ändert sich aber das gewohnte Leben stark und man will damit klar kommen oder aber auch eben nicht. Dann würde man aufgeben und hat verloren.

Dass ich diese Erkrankung habe, weiß ich schon sehr lange. Damals, vor vielen Jahren, hat man mir in der Uniklinik gesagt, dass ich Glück hatte. Bitte was? Glück? Ja, denn im Wartezimmer saßen junge Menschen, noch keine 20 Jahre alt, im Rollstuhl. Für die hatte sich das gewohnte Leben eher geändert. Die Krankheit hatte schnell und heftig zugeschlagen.

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Mein Drachenbaum wird zur Wünschelrute und treibt neu aus.

Meinen Drachenbaum hatte ich etwas vernachlässigt. Krumm und schief stand er in der Ecke. Also habe ich ihn einfach abgeschnitten. Jetzt wirkte er allerdings eher wie eine Wünschelrute.

Es war ein bisschen still hier. Es gab so viele Veränderungen bei mir gerade, dass ich damit gut beschäftigt war. Vielleicht schreibe ich irgendann mal darüber, aber eigentlich ist es nicht so interessant. Wer will denn dauernd Krankenberichte lesen? Deshalb schreibe ich auch heute lieber mal über meinen Drachenbaum.
Umziehen werde ich allerdings. Das steht jetzt schon fest.

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Ein kleiner Frühling ist bei mir eingezogen und damit Fröhlichkeit.

Wenn der Prophet nicht zum Berg geht, … Naja, ein kleiner Frühling ist bei mir eingezogen. Darüber freue ich mich sehr, genauso wie über liebe Post von Freunden.

Seit Tagen wollte ich mit der Kamera los ziehen und mal schauen, ob der Frühling schon Zeichen sendet. Es war mir nicht möglich. Um so mehr freue ich mich, dass ein kleiner Frühling bei mir eingezogen ist. So kann ich merken, dass es draußen Veränderungen gibt. Richtiger Winter fehlt, aber schön anzusehen sind die Frühlingsboten schon.

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Vom Gefühl, immer von allem zu wenig geben zu können.

Manche Menschen sind es mir Wert, dass ich ihnen etwas geben möchte. Ich möchte ihnen Freude geben und Achtung zeigen, Danke sagen oder einfach nur etwas für sie tun. Für mich tun sie ja oft auch jede Menge Gutes.

Das Wetter ist nicht gerade toll. Schneeregen und ordentlicher Wind wechseln sich ab mit sonnigen Abschnitten. Ich bin froh, dass ich nicht raus muss. Mir wurde sehr geholfen, dass ich mit allem versorgt bin, was ich brauche. Ich bin sehr dankbar für die Hilfe, möchte aber manchmal ganz viel zurück geben. Und oft denke ich, dass ich dafür nicht genug habe.

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Es war kein guter Tag gestern. Da half auch Stricken nicht.

An solchen Tagen, an denen mir fast der Hut brennt, versuche ich mich immer mit Wollkram, Spinnen oder Stricken abzulenken. So Recht klappte es diesmal nicht. So viel konnte ich einfach nicht stricken. Nein, es war kein guter Tag.

Gestern war ich fassungslos, was es doch für machtgeile, kleine A****löcher gibt, den kein Mittel und keine Unterstützung von noch so rechten Socken zu Schade ist. Mir als geborener Thüringerin ging es sehr nahe, was da bei der Wahl des Ministerpräsidenten passierte. Oh nein, für mich war das kein guter Tag.
Eigentlich dürfte das niemanden kalt lassen, denn so etwas hatten wir schon mal in diesem Land. Erzählungen meiner Eltern drängte sich auf, die Weimarer Repuplik, von Papen … und alle Folgen.

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