Bildbearbeitung mit Affinity Photo. Ich bin begeistert.

Den Seeadler oben habe ich im Dithmarschen bewundern dürfen.

Dass das Wetter gerade nicht so toll ist, stört mich nicht so sehr, denn ich habe zu tun. Mein Buch ist gekommen und so beschäftige mich mit Bildbearbeitung in Affinity Photo. Das ist ein wirklich tolles Programm, welches dem bisherigen Marktführer in nichts nachsteht. Der Umstieg fiel mich nicht schwer und ich kann jetzt schon sagen: Ich bin begeistert.

Borlachhaus in Bad Dürrenberg

Was mich immer ärgert, sind Fahnenmasten, Stoppschilder oder irgendwelche grellbunte Werbung, die man plötzlich im Bild hat. Mich stört so was und ich hätte es gerne weg.Hier war es vor allem die Lampe.

Bildbearbeitung mit Affinity Photo: das Restaurieren-Werkzeug
Restaurieren Werkzeug

In Affinity Photo gibt es ein Werkzeug, mit dem man dem Störenden zu Leibe rücken kann. Und weil es so gut ging, habe ich einige andere Masten, Essen, das Werbeschild rechts hinter dem Parkplatz gleich mit entfernt.

Ich habe mich für die Korrekturen für das Restaurieren-Werkzeug entschieden. Mit dem Werkzeug wird eine Maske gezogen über den Bereich, der korrigiert werden soll und das Programm berechnet dann. Wenn werschiedene Hintergründe anliegen, ist es besser das Werkzeug in mehreren, kleinen Schritten anzuwenden.
Breite, Deckkraft, Fluss und Härte des Werkzeuges lassen eine angepasste und feine Arbeitsweise zu.

Arbeiten auf einer neuen Pixelebene

Vor dem Beginn der Arbeiten ist es ratsam eine neue Pixelebene anzulegen und dem Werkzeug im Klappmenü Quelle (oben) die Einstellung „Aktuelle Ebene & Darunter“ zu geben. Auf der neuen Ebene wird gearbeitet und das Original bleibt erhalten.

Bildbearbeitung mit Affinity Photo

Das Borlachhaus in der Saline in Bad Dürrenberg ist nun nach der Bildbearbeitung sowohl ohne Masten als auch ohne Reklameschilder. Ich habe alles noch etwas gerade gerückt und war dann ganz zufrieden. Ich muss sagen, das Werkzeug arbeitet sehr sauber und effizient.

Das Programm kann ich nur empfehlen. Ich war früher immer ein eifriger Verfechter des Ad*be-Programmes. Die Gier des Monopolisten, die sich sowohl im Preis nieder schlägt als auch im Bestreben, jeden Konkurrenten weg zu beißen, ging mir aber zunehmend auf den Geist. Schade, dass ich keine Bildbearbeitung mehr unterrichte. Ich würde nicht müde, die Arbeitsweise und die Vorzüge des Affinity Programmes hervorzuheben. Auf alle Fälle werde ich alles petzen, was ich weiß, wenn es jemand wissen will.

Lasst es euch gut gehen. Ich verschwinde mal wieder in einer Pixelebene. 😀

Hofgeschichten. Füttern der Jungvögel ist im vollen Gange.

So ein Blumenweg würde jede Braut erfreuen.

Ich freue mich gerade sehr über das Füttern der Jungvögel in meinen Innenhof. Gut, dass ich das so habe, denn es war gerade etwas anstrengend. Es gab so allerlei zu beantragen und das ist mit Aufwand verbunden, mit viel Zettelkram.

Das Wetter ist immer noch recht kühl, so dass Draußensitzen noch nicht so der Renner ist. Ich warte noch geduldig auf den Impftermin. Irgendwann wird auch das Geschichte sein.

Hofgeschichten-Gewitterstimmung
Ich freue mich über jeden Tropfen Regen

Die letzten Jahre war es hier viel zu trocken. Jetzt freue ich mich über jeden Tropfen Regen. Ich glaube, die Regenmenge der letzten Zeit hat noch lange nicht das Defizit ausgeglichen. Aber immerhin: Es sieht draußen nicht alles so trostlos aus wie in den Dürrezeiten der letzten Jahre.

Hofgeschichten - Jungvögel werden gefüttert
„Danke, dass ich auch was abbekommen habe.“

Während die Meisen, Stare und alle anderen ihr Jungvögel füttern, bauen zwei Tauben im Kirschbaum ein Nest. Vielleicht sind sie einfach umgezogen, weil der Rabe jedesmal die kleinen Tauben holt. Interessant ist es, ihnen zuzusehen. Herr Taube balanciert mit Zweigen im Schnabel hinauf zur Astgabel, klettert über Frau Taube hinweg und übergibt ihr das Material. Sie baut dann eifrig. Der Rand vom Nest ist schon ordentlich hoch.

Star Jungvogel
„Wo bleibt sie denn? Huuuunger!“

Die Stareneltern haben jetzt viel zu tun. Hektisch essen sie selber etwas und dann werden die Jungvögel gefüttert. Ihr glaubt ja gar nicht, wie weit die ihre Schnäbel aufreißen können.

Zweie auf einem dürren Zweig geht nicht gut und so füttern die Alten manchmal im Fluge. Der Zweig wird angeflogen und flatternd werden die Schnäbel gestopft.
Ich habe heute nochmal Insektenfutter bestellt.

das Füttern der Jungvögel
der kleine Star Nimmersatt

Starkinder haben noch nicht das schöne metallig-gläzende Gefieder und noch einen grauen Schnabel. Wenn sie sich im Geäst verstecken oder in das Gras ducken, ist das schon eine gute Tarnung. Gut so, denn der Rabe ist ständig unterwegs.

Jungvögel Star
ganz still warten auf die Eltern

Ich kann mir jetzt schon vorstellen, was hier los ist, wenn die Kirschen reif sind. Die Obstbäume sind von der Gartenanlage übrig geblieben, auf deren Grund Grünau gebaut wurde. So schlecht finde ich das nicht, dass die Vögel ordentlich zum Fressen finden.
Da waren noch mindestens zwei Jungvögel im Baum, aber von denen sah man nur die Schnäbel aus den Blättern spitzen.

Abschiedsbild für heute.

So, jetzt ist es gut für heute. Die Zwerge zeigen es mir deutlich. 😀
Ich werde mich jetzt noch ein bisschen um meine anderen Projekte kümmern und dann mit Herrn E. mal anstoßen, denn der hat heute Geburtstag.

Warum meine Vögel beim Schlafen nicht vom Kirschbaum fallen?

Untertitel: Das Ding mit den zwei Hirnhälften

Gestern saßen meine Tauben im Kirschbaum. Ganz ruhig saßen sie da. Langsam sank ein Kopf ins Gefieder und dann schloss eine Taube die Augen. Sie schlief und ich fragte mich, warum meine Vögel vor dem Fenster im Schlaf nicht vom Kirschbaum fallen. Wahscheinlich weiß das jedes Kind, nur eben ich nicht. Also rein ins Netz und lesen.
(Ich Depp habe auch lange geglaubt, dass Vögel im Nest schlafen.)

Wenn die Vögel auf einem Zweig landen und in die Hocke gehen, dann verkürzt sich eine Sehne im Bein. Die Krallen, die den Zweig umfassen, verkrümmen sich und sperren. Wenn der Vogel sich wieder aufrichtet, entspannt sich die Sehne wieder, die Krallen entsperren und der Abflug kann starten. Genial.

Damit man auf Fressfeinde achten kann, schlafen Vögel mit nur einer Hirnhälfte. Das Auge auf der wachen Seite bleibt offen und beobachtet die Umgebung. Ich weiß wirklich nicht, wieso wir uns immer für so genail halten. Andere Lebewesen habe da einiges, was wir nicht haben.

Ein neuer Gast am Futterplatz

Also, Krawallsäcke sind das schon, die Stare. Polternd landete ein neuer Gast an meinem Fenster. Etwas scheu war er zuerst noch. Bei der kleinsten Bewegung sauste er wieder ab. Die Kamera war natürlich immer da, wo ich nicht war und so dauerte es ein Weilchen, bis ich Fotos machen konnte.

Den ganzen Winter über hat keiner der Vögel das Futter mit Insekten auch nur angeschaut. Jetzt scheint es sehr willkommen zu sein. Stars kamen dann zu viert und mein Fridolin, der Kleinspecht, holte sich seine Ration auch wieder ab. Er musste sich aber erstmal mit Stars zanken und ihnen die Meinung geigen.

Ich sah dann, warum der Vogel den Schnabel so voll nahm. Erst brachte er die Frau Gattin noch mit und dann auch noch zwei Jungvögel. Ein Theater war das am Futterhaus und was für ein Gezanke und Gezeter.

Ich habe viel zu tun wie meine Vögel, trotz Regenwetter

Das anhaltende Regenwetter war eine gute Gelegenheit, sich am Rechner in verschiedenen Programmen mal wieder so richtig auszutoben. Nach dem Besuch der Vögel sah mein Fenster nicht mehr sauber aus. Ich probierte gerade, mit der Kamera ein kleines Video aufzunehmen. Meinen Versuch zeige ich jetzt auch mal, trotz nicht blanker Scheibe und trotz, dass es noch Rohmaterial ist. Ich freue mich nämlich, denn langsam komme ich wieder immer besser zurecht mit der Kamera, am Rechner und in den neuen Programmen.

Rohmaterial: Ich bin ein Star und bin schon draußen.

So, ich beschäftige mal jetzt wieder meine beiden Hirnhälften, mit dem Videoschnitt und so. Es ist gut, dass ich die Möglichkeit dazu habe.
Ich wünsche euch allen einen so schönen Tag, wie ich in gerade habe.

Todbringende Kleidung im 19. Jahrhundert. Und heute?

Es wird nicht ohne Überlegungen zur Nachhaltigkeit und zu bestimmten sozialen Aspekten gehen, wenn ich mein Kreuzel mache im September.

Um Kleidung mache ich mir schon lange Gedanken. Was will ich anziehen? Was brauche ich wirklich? Wie wurde es produziert und durch wen? Durch Kinder? Welches Material tut mir und der Umwelt gut?
Eine ganze Menge Fragen sind das, nicht war?

Ich habe meine Vorlieben und kann mir nicht alles leisten. Aber ganz ehrlich, ich brauche auch nicht so viel Kleidung, dass der Kleiderschrank platzt. Ich versuche Hochwertiges zu kaufen, dann eben nicht so viel.

Bei meinen Recherchen zu textiler Produktion, die mich brennend interessiert, stieß ich auf einen interessanten Artikel. „Die tödliche Mode des 19.Jahrhunderts“ war er überschrieben. Ach was, könnte man meinen, das ist doch lange her und vorbei. Wartet es mal ab.
Hier geht es zum Artikel.

Kleidung im 19. Jahrhundert
Das hatte ich schon früher mal gezeichnet und für den alten und dann verschwundenen Blog gebraucht. Die Weiterverarbeitung in meinen neuen Affinity-Programmen klappt schon ganz gut.

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Das Ding mit der Weisheit, Katzenkino und Wolliges.

Ich glaube, alles will ich gar nicht wissen, sehen oder hören.

Ein kleines Päuschen musste ich machen. Gestern wurde mir ein Weisheitszahn entfernt. Es war ja nur der Zahn, nicht die Weisheit, aber schön ist so was ja nie.

Auf dem Weg vom Zahnarzt nach Hause landete plötzlich neben mir ein Rabe mit Beute in den Krallen. Die schrie jämmerlich um ihr Leben, aber es nützte nichts. Irgendwann war es still.
Ich weiß, dass das der Lauf der Natur ist, aber musste das ausgerechnet neben mir passieren? In Tierdokus schalte ich das immer weg. Ich weis, dass es so ist, sehen muss ich das nicht.

Katzenkino
„Kein Respekt mehr! Die traut sich was.“

Dafür hatte ich zu Hause etwas zu lachen. Meine Penny hatte gar feines Katzenkino. Sie ist dann auch noch auf das Fensterbrett gestiegen. Die Taube hat das wenig beeindruckt. Katze und Taube betrachteten sich ausgiebig. Es hätte bloß noch gefehlt, dass sie sich Küsschen gegeben hätten.

Weisheit - sie nutzt die Tränke auch
„Darf ich auch ein Schlückchen Wasser haben?“

Sie hat entdeckt, dass es hier Wasser gibt. Ist das auch ein angeborene Stücke Weisheit?
Ich gönne ihr das Wasser auch. Und Penny hat was zu kucken.

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Der Buntspecht namens Fridolin hielt mich auf Trab.

Geduld haben und nicht aufgeben zahlen sich eben manchmal aus.

Aufmerksam wurde ich durch klopfende Geräusche vor dem Fenster. Himmel, wer ist das denn wieder? Die Tauben randalieren anders.
Und da saß er auf dem Futterhäuschen, der Buntspecht, dem ich den Namen Fridolin verpasste.

Bei mir bekommen alle einen Namen, wenn sie ein Weilchen bei mir verweilen. (Auch die Schafe damals hatten Namen. Es gab die Paula und die wilde Hilde, das Lamm Hermann, Mick Jagger – den Ziegenbock, die Liese …) Und der heißt nun halt Fridolin, vielleicht, weil sein Ruf ein bisschen so klingt.

und da sah ich nur noch einen Schatten
pffft- und da sah ich nur noch einen Schatten huschen

Für den Winter hatten wir Fettfutter mit Insekten gekauft. Alle Wintervögel kuckten das allerdings nicht mit dem Poppes an. Herr E. sollte das Futter schon öfter mit in den Garten nehmen, aber wie Männer halt so sind: Zum einen Ohr rein, kurz „Ja“ nuscheln und zum anderen Ohr wieder raus. Und jetzt interessierte sich also Fridolin dafür.

Ich schlich zur Kamera, aber Zack, weg war er! Jede Bewegung im Zimmer registriert der Vogel. Ich versuchte es immer wieder, ihn zu fotografieren. Mal war es dann zu dunkel, manchmal habe ich es verrissen. Dann kam jemand mit dem Hackenporsche angerumpelt und manchmal, naja meistens, war er zu schnell. Gestern hüpfte Penny im entschiedensten Moment auf den Tisch vor dem Fenster.

der Buntspecht Fridolin im Kirschbaum
Huhu, hier bin ich!

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Die Meise im Bade, ordentlich Wind und zwei Nestbeschützer.

Ihr tut es gut und mich freut’s.

Still ist es geworden, aber die Meise kommt mich regelmäßig besuchen. Sehr scheu ist sie nicht mehr. Zu sehr haben wir uns schon aneinander gewöhnt.

Meise im Bade
tauchen, planschen, Wellen machen

Der kleine Kerl kann wunderbare Wellen machen. Mein Fenster ist nach dem Bade ordentlich vollgespritzt. Ich gönne der Meise ihren Spaß. Wir haben doch Lappen zum Nacharbeiten.

Meise auf dem Fensterbrett
Köpfchen in das Wasser …

Eine Nachbarin erzählte mir, dass manche Vögel auf den Zweigen der kleinen Bäume vor unseren Fenstern saßen und ihre Brut fütterten. Nun, das Gartenkommando hat im vergangenem Herbst ordentlich Kahlschlag gemacht. Gefüttert wird jetzt wo anders. Manche Äste treiben gar nicht mehr, an anderen sind jetzt vertrocknete Zweige. Ich hoffe für die Meise und für mich, dass sich der Baum wieder richtig erholt.

nass ist die Meise
„Kuck nicht so! Siehst auch nicht besser aus nach dem Duschen.“

Am Wochenende ist wieder Vogelzählung vom BUND. Ich habe hier immer reichlich Futter- und Badegäste. Nur, wenn Vogelzählung ist, lassen sich viele nicht blicken. Wissen die gefiederten Gesellen, dass ich mit einer Strichliste da sitze?

Gerade grummelt es draußen. Es gibt ein Gewitter. Das Rabenpaar füttert schnell nochmal den Nachwuchs. Es ist ganz ordentlich windig geworden. Der Baum schwankt. Bis jetzt hat das Nest gut gehalten.
Jetzt sehe ich nur noch zwei Schwanzspitzen. Die Eltern haben sich mit in das Nest gelegt um die Jungen zu schützen. „Rabeneltern“ – das ist eigentlich etwas Gutes, wie ich beobachten konnte.

fertig
„In meiner Badewanne bin ich Kapitän …“ *träller

Meisi ist fertig. Jeden Tag sorge ich für sauberes Wasser und putze die Wanne.
Ich freue mich sehr auf die kommende Wärme draußen und dass mich die Vögel weiterhin besuchen. Nach ihnen kann ich die Uhr stellen. Sie vergessen mich nicht.

Spuckpalme und Spuckkuchen. Kennt das vielleicht jemand?

Eine kleine Freude gesucht und auch eine gefunden.

Mein Jan wollte als Kind nie Kirschkuchen ohne Kerne. Wenn die Bäckerin nur „mit ohne“ hatte, wollte er keinen. „Du willst nur Spuckkuchen, gell?“, fragte die Bäckerin dann immer lachend und Jan nickte heftig.
Tja, und ich erzähle heute von einer Spuckpalme.

Spuckpalme
Mias Palme, die ganz winzig und klein bei mir eingezogen war.

Es ist ein schon Jahre her, da schenkte mir die Mia bei einem Besuch eine kleine Palme. Ursprünglich stammt die Art aus Madagaskar und hat so eine Eigenart. Sie spuckt den Samen, der sich aus recht unscheinbaren Blüten entwickelt, meterweit durch die Gegend. Daher ihr Name: Spuckpalme.

die Blüten der Spuckpalme
die Blüten der Spuckpalme

Die Blüten sind wirklich nicht aufregend. Es war ein Zufall, dass ich sie überhaupt entdeckt habe.
Die Spuckpalme ist eine beliebte Zimmerpflanze und auch unter dem Namen Madagaskar-Juwel bekannt (Euphorbia leuconeura). Das klingt doch schon viel besser, gell?

die Spuckpalme bekommt ein neues Blatt
ein neues Blatt im hellen Grün

Die Spuckpalme gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Alle Pflanzenteile und auch die bei Verletzung austretende Milch sind hochgiftig. Bei Arbeiten an der Pflanze sollten Handschughe getragen werden.

Bei mir hat sie einen hellen Platz auf dem Fensterbrett, weit weg und unzugänglich für die Katze. In Haushalten mit Tieren oder kleinen Kindern zum Beispiel sollte man sie nicht haben. Ich hatte sie mal in die Wohnung von Herrn E. gegeben, seit wir aber wieder zusammen wohnen, ist sie wieder da. Und nun hätschele ich sie und das bekommt ihr prima.

ein Senker der Spuckpalme
ein Senker wächst

Ein kleines Senkerchen wächst jetzt neben der Mutterpflanze. Mal sehen, ob ihn jemand haben möchte. Ich kann nichts umbringen und wegwerfen.

Über den kleinen Zwerg habe ich mich sehr gefreut. Ich suche jetzt immer intensiv nach allem, was mir Freude machen könnte, brauche das gerade sehr.
Und nun mache ich mich wieder vom Acker oder besser vom Blumentopf.

Gartenarbeit zu Hause. Die Sehnsucht nach der Wiese der Kindheit.

Nichts ist gerade aufregend, aber schön ist’s. Einschließlich der Dreckhände vom Buddeln in frischer Erde.

Eilig hatte ich es, viel zu eilig. Voriges Jahr war nicht viel los auf meinem Balkon, denn zur besten Pflanzzeit zog ich um. Und auch dann gab es erstmal anderes zu tun.
In diesem Jahr sollte es anders werden. Also habe ich mir etwas vorgenommen für die Gartenarbeit zu Hause.

erstes Produkt der Gartenarbeit zu Hause: Gurkenpflanze.

Herrn E. muss ich alles zu Hause vorziehen. Er meint, dass er nicht unterscheiden kann, was Wildkraut ist und was die Nutzpflanze. Und wenn er die Hacke nimmt, dann ist alles klinisch rein.

Ich mache das ja auch gerne, säe, pikiere, verpasse den Pflanzen größere Töpfe. Aber in diesem Jahr hatte ich es verdammt eilig mit der Gartenarbeit zu Hause. Lag es daran, dass ich wärmetechnisch verwöhnt war oder weil mir in diesem Jahr jegliches Zeitgefühl fehlt? Jedenfalls blühen die Gurkenpflanzen auf Herrn E.s Fensterbrett. Meine Freundin Karin aus der Elsteraue meinte: „Na und? Da musst du nun eben selber Bienchen spielen.“

viele Kräftige Tomatenpflanze aus der Gartenarbeit zu Hause

Die Tomatenpflanzen warten genauso auf ihren Außeneinsatz. Ich brauche sie nicht alle, konnte aber auch keine wegwerfen. Drei habe ich schon verschenkt, die anderen Übrigen werden folgen. Meine kommen in den Garten. Mal sehen, ob es eine gute Ernte gibt.
Mittags trage ich die Pflanzen in ihren Kisten raus, abends hole ich sie wieder rein.

Waldmeister

Hier trocknet Waldmeister aus dem Garten. Wie das duftet! Ich werde Waldmeistergelee mit Apfel kochen und freue mich schon darauf. Eine Waldmeisterpflanze werde ich nach Hause holen und im Töpfchen wachsen lassen.

Edelpflanzen gibt es bei mir nicht. Und so konzentriert sich meine Gartenarbeit auf das Säen von Pflanzen, die mich an die Wiesen meiner Kindheit erinnern. Es wird auch Katzenpfötchen, Kriechgünsel, Quendel, Lungenkraut, Schafgarbe und anderes geben. Ich freue mich sehr, wenn aus einem kleinen Samenkörnchen eine Pflanze wächst.

So und jetzt mache ich mich wieder über meine Socken her. Habt einen guten Wochenanfang, wenig Kummer, aber viel Lächeln.

neben der Gartenarbeit: Socken stricken

Der Kampf mit der Plastiktüte und andere Hofgeschichten.

Manches gibt mir zu denken.

Über Hofgeschichten habe ich ja nun schön öfter geschrieben. Meist ist es ja recht schön, was ich zu berichten habe, z.B. dass nun auch noch neben dem Kirschbaum ein anderer Baum blüht. Richtig schöne rosa Blüten hat der Baum.
Als ich mich daran machte, diese Blüten zu fotografieren, sah ich etwas, was mir sehr zu denken gab.

Nicht alle nehmen ihren Müll mit nach Hause oder entsorgen ihn dort, wo es seine Ordnung hätte. Vor meinem Balkon liegt öfter mal eine Verpackung von Imbiss-Essen oder Milch- und andere Becher. Es ärgert mich, vor allem weil ich schlecht laufen und das schlecht wegräumen kann. Heute lag Plastikmüll neben dem Weg am Kirschbaum.
Das ist eben keine schöne Hofgeschichte.

Hofgeschichten: eine Amsel sucht Nistmaterial.

Seit zwei Tagen versuchte eine einsame Amsel im Kirschbaum ein Nest zu bauen. Es wundert mich, dass sie alleine war. Normalerweise bauen beide Amsel-Eltern am Nest. Sie hatte es eilig. Fast ein bisschen panisch versuchte sie, in einer Astgabel zu bauen. Vielleicht war es ihr erstes Nest.

Hofgeschichten

Viel Nistmaterial findet sich hier nicht. Da ist es nun wieder viel zu aufgeräumt im Innenhof. Alles an kleinen Ästchen hatten die anderen schon weggeschleppt und Bast von den Zweigen abziehen, dazu war offensichtlich keine Zeit. Und so interessierte sich die Amsel schließlich für die Plastiktüte und schleppte sie schließlich auf den Baum.
Mich berührte das unangenehm.

Amsel verbaut Plastik

Das Weiße hinter dem Amselbeinchen sind keine Kirschblüten. Das ist eine Plastikfolie. Ich finde das traurig, wenn auch die Tiere mit unserem Plastikmüll leben müssen oder nichts anderes finden für ihren Nestbau.

Das Nest wurde nicht fertig. Ich weiß nicht, ob ein Windstoß dafür sorgte, dass alles wieder zu Boden fiel. Plastikfolie lässt sich nun mal nicht zu einem Vogelnest verflechten.
Ich finde es gut, dass es solche Tüten bald nicht mehr gibt. Und vielleicht passen wir in Zukunft einfach etwas besser auf, was in den Wäldern, Flüssen und Seen landet. Und eben auch auf den Wiesen zwischen den Häusern.

Hofgeschichten: rosa Blüten

Etwas Schönes will ich aber auch noch zeigen: die rosa Blüten am Baum im Innenhof als doch noch schöner Abschluss meiner heutigen Hofgeschichten. Solche Fotos wollte ich eigentlich zeigen und in den Mittelpunkt stellen. Nun bekommt eines doch noch seinen Platz.

Ich mache mich jetzt wieder auf die Suche nach etwas, wo ich mich mehr engagieren kann. Mich einfach still auf’s Altenteil zurückziehen kann ich nicht, trotz Behinderung.

Euch allen wünsche ich einen schönen Sonntag, so am Mai-Anfang.